Lessingschüler in einem Märchen aus Tausend und einer Nacht

 

sas.Um das Projekt „Future Expectations“ im Rahmen des Comenius – Programms reiste in der vergangenen Woche eine Gruppe von Schülern und Lehrern der Lessing-Ganztagsschule, unter ihnen Schulleiter Holger Lahne und Englischlehrerin Ellen Strömer, in die Türkei.

Nach insgesamt zehn Stunden Fahrt und Flug erreichten die Salzwedeler am vergangenen Sonntag die türkische Stadt Bursa, in welcher sich eine Schule befindet, mit der die Lessingschule im Projekt „Expectations of the Youth for the Future“ zusammenarbeitet. Nachdem der Anreiseabend mit einem gemütlichen Essen  beendet wurde, stand am darauffolgenden Tag Sightseeing auf dem Programm, was alle Beteiligten wunderschön fanden. Anschließend bot sich den Altmärkern noch die Möglichkeit, an den Feierlichkeiten zum türkischen Unabhängigkeitstag teilzunehmen.

"Nationalstolz wird hier ganz groß geschrieben. An fast jedem Haus hängt eine Nationalflagge." bemerkt Ellen Strömer. Diesen typisch türkischen Tag ließen  die Salzwedeler natürlich auch mit einem typisch türkischen Abendessen ausklingen.

Am Dienstag stattete die Gruppe ihrer Partnerschule in Bursa einen Besuch ab. Gemeinsam wertete man die geleistete Arbeit und die dadurch entstandenen Ergebnisse aus.

Bisher entstanden verschiedene Videos über die am Projekt teilnehmenden Länder und Städte. Außerdem wurde ein E-Book erstellt, in dem die Schüler aus Deutschland, Italien und der Türkei Geschichten über ihre Zukunft nach der Schule verfassten. Die Illustrationen dazu wurden von zwei portugiesischen Schulen entworfen.

Für eine besonders gute Stimmung sorgte die Schulband. Insgesamt hinterließ das Treffen mit den türkischen Schülern einen positiven Eindruck bei den Altmärkern. „Die Jugendlichen sind hier sehr selbstbewusst und nett und es herrscht eine tolle Atmosphäre. Da können auch unsere Schüler noch etwas von lernen.“ schwärmt Ellen Strömer.

Während sich in Deutschland am Mittwoch vergangener Woche alle in der Sonne tummelten, ging es für die vier Salzwedeler in den Schnee. Beim Ausflug in das Skigebiet Uludag lernten sie die Türkei von einer ganz ungewohnten Seite kennen. Kurz darauf fand sich die Gruppe allerdings auf einem landestypischen Basar in Bursa wieder. Ein besonderes Erlebnis für die Altmärker war der Gewürzbasar, auf dem sich das ein oder andere Souvenir für die Daheimgebliebenen ergattern ließ.

Ein Höhepunkt der Woche fand am Donnerstag statt. Um sechs Uhr früh machten sich Lehrer und Schüler auf in die türkische Metropole Istanbul. Im Laufe ihrer Entdeckungsreise ließen sie sich bei einem Besuch im berühmten Topkapi Palast in die Märchen aus Tausend und einer Nacht entführen.

Ein besonders schönes Bild bot sich den Salzwedelern kurz darauf bei einer Bosporus-Fahrt. Hier konnte man noch einmal Moscheen, Brücken, Paläste und Festungen bestaunen und den letzten Tag der Reise entspannt ausklingen lassen. Insgesamt waren sich jedoch alle einig: „Der Aufenthalt in Istanbul war viel zu kurz.“

Schon in der Nacht ging es für die Altmärker wieder zurück in die Heimat.

Das Austauschprojekt ist nun beendet, doch die Freundschaften, die in den vergangenen zwei Jahren zwischen Schülern und Lehrern der beteiligten Länder  entstanden sind, werden bestehen bleiben. Erste Pläne für ein Wiedersehen im Sommer, diesmal in der Jeetzestadt, sind bereits geschmiedet.

 

Sarah Strömer